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Grenzen setzen

Kinder und Jugendliche testen sich selbst, die Eltern und ihre Mitmenschen gern aus. Das ist völlig normal und unverzichtbar, denn auf diese Weise lernen sie sich selbst und ihre direkte Lebenswelt besser kennen. Manchmal gehen Sie dabei aber zu weit, etwa, wenn sie zu später Stunde Lärm machen, andere Menschen oder sich selbst durch ihr Verhalten in Gefahr bringen oder Gegenstände kaputtmachen.

Es ist daher wichtig, dass Eltern ihren Kindern Grenzen setzen – denn nur, wenn sich alle an bestimmte Regeln und Grundsätze halten, kann ein harmonisches Miteinander auf Dauer gelingen. Allerdings fällt es Eltern nicht immer leicht, ihren Kindern gegenüber deutlich zu machen, was erlaubt ist, wie man sich angemessen verhält und wo eben die Grenze liegt.

Beachtet man einige Tipps von Experten, ist man jedoch auf einem guten Weg!

  • Grundsätzlich gilt: Als Elternteil sind Sie stets ein Vorbild für Ihr Kind. Daher sollten Sie sich so verhalten, wie Sie wünschen, dass Ihr Kind sich anderen gegenüber verhält. Das heißt: Nehmen Sie Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer Menschen und kommunizieren Sie das, beispielsweise indem Sie sagen „Wir machen die Musik nun ein bisschen leiser, weil andere Menschen um diese Uhrzeit gern schlafen wollen.“
  • Eltern sollten sich untereinander einig sein, welche Regeln gelten und wo die Grenze liegt – Kinder und Jugendliche merken es in der Regel schnell, wenn das nicht der Fall ist und spielen Mutter und Vater dann gegeneinander aus. Sprechen Sie sich daher immer mit Ihrem Partner ab! Auch der Austausch mit anderen Eltern kann sehr hilfreich sein!
  • Kinder und Jugendliche brauchen Regeln und Grenzen, die Ihrem Alter entsprechen: Ein Dreijähriger wird es beispielsweise kaum schaffen, über einen längeren Zeitraum in einem Restaurant ruhig am Tisch zu sitzen und sich zu benehmen – von einem Jugendlichen kann man das aber durchaus erwarten!
  • Nehmen Sie sich Zeit, um Ihrem Kind zu erklären, warum bestimmte Dinge nicht erlaubt sind – das heißt zwar nicht, dass Ihr Kind seinen ursprünglichen Wunsch sofort abschreiben oder ein bestimmtes Verhalten gleich ablegen wird, aber auf Dauer kann diese Art der Kommunikation zu einem vertrauensvollen Umgang miteinander beitragen.
  • Wichtig ist, dass Grenzen nicht starr sein sollten: Wenn das Kind älter wird, mehr Verantwortung für sich selbst übernehmen kann und neue Dinge (kennen)gelernt hat, müssen Regeln geändert und Grenzen nachjustiert werden. Das sollten Sie Ihrem Kind gegenüber aber kommunizieren – ansonsten wirkt es schnell so, als ob Regeln bei Ihnen willkürlich geändert oder aufgehoben werden.

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Foto: Brandon Morgan | Unsplash.com | CC0 1.0 Public Domain